Aus dem Tagebuch des Cheavlier Aramis du Lac, 21.-22. Yule 1282

Wie es die Ehre gebietet, habe ich mein Wort gegenüber dem ersten Paladin des silbernen Lagers Andras gehalten und mich am verabredeten Ort und zur richtigen Zeit – zusammen mit Markgraf Arcturus und der Feuerlanze – eingefunden.

Viele sind dem Ruf des ersten Paladins gefolgt: Verbündete, Freunde, Schlachtenbummler aus aller Herren und Ländern – sicher alles andere als eine ausgebildete Armee, aber dennoch ein beachtliches Aufgebot!

Sobald der Ordensmagnus Grimbold das Portal stabilisiert hat, werden wir es durchschreiten um den Dämon Namael zu stürzen und die Frau des ersten Paladins aus dessen Gewalt zu befreien.

Das Portal hat uns direkt in den Norden des Fürstentums Harkoth geführt – in den Rachen des Dämons – dort wo seine besten Truppen versammelt sein sollen.

Wir haben in der Abenddämmerung die Burg im Sturm erobert! Die Horden des Chaos sammeln sich aber bereits wieder vor dem Tor – es scheint eine unruhige Nacht zu werden!

Ich kann nicht mehr Zählen, wie viele Wellen der Feind bereits gegen die Burg hat branden lassen und wie oft meine Klinge ihr Ziel gefunden hat! Die Kämpfe sind hart und erbarmungslos – hier gibt es keine Ehre…hier gibt es nur Tod und Verzweiflung!

Es war eine Verlustreiche Nacht, aber wir haben die Burg bis zum Morgengrauen halten können. Nun sammelt der erste Paladin Männer für eine Expedition, die bereit sind, sich zu einem Nexus-Punkt durchzuschlagen – zum sogenannten roten Monument! Dies scheint ein wichtiges Unterfangen zu sein, weshalb ich mich mit einigen Männern der Feuerlanze dem Tross anschließen werde.

Wir haben zumindest „ein“ Monument erreicht und untersucht – ich habe nicht viel von dem Verstanden, was die Herren Magier, Kleriker und Druiden anschließend diskutiert haben! Was ich aber berichten kann ist, dass uns eine große Gruppe an Dämonenanhängern den Rückweg zur Burg versperrt haben und ein Durchbruchversuch unsererseits kläglich gescheitert ist. Durch eine mir gänzlich neue Art der Teleportation – druidischen Ursprungs – gelangten wir letztendlich hinter den gegnerischen Schildwall und konnten in einem etwas längeren Spurt die vermeintliche Sicherheit der Burgmauern erreichen.

Bis auf einen kurzen Gottesdienst der Feuerlanze für ihre Göttin Sareph, bei dem mir Arcturus einen Bündnisvertrag überreichte, waren die Männer der Feuerlanze und ich permanent dabei die anbrandenden Wellen der Anhänger Namael’s zurückzuwerfen.

Ich habe mich während einer Kampfpause vorhin mit dem Inquisitor der Feuerlanze Karl-Heinz Dreyfeldt über Theologie und Motivation unterhalten – ich werde die Erkenntnisse aus diesem Gespräch mit Prior Verechvan Aep Wadh weiter vertiefen.

Ich bin im Lazaret auf einen bretonischen Questritter getroffen. Wir kamen ins Gespräch und kamen auf die Herrin vom See zu sprechen. Die Bretonen und vor allem die Questritter verehren die Herrin vom See in einer sehr ähnlich Form, wie es viele Ritter in meiner Heimat Toussaint machen.

Mit dem Einsetzten der Dämmerung scheint es mir so, als ob die Magier und Druiden endlich eine Möglichkeit gefunden haben, dem Dämon ein Ende zu setzten – ich bin gespannt, was es mit dem gezeichneten Kreis auf dem Boden auf sich hat!

Als Namael’s letztes Aufgebot – von einer schwarzen … verpesteten Rauchwand begleitet – durch das Burgtor gestürmt kam, schien es mir als ob sich die Pforten der Hölle selber aufgetan hatten. Mehr als einmal gelang es den Chaoten durch unsere Linien zu brechen und Tod und Verderben unter uns zu sähen. Mit dem Mut der Verzweiflung stürzten sich die Männer der Feuerlanze, an deren Seite ich stritt, immer wieder ins Gefecht – bis auf einmal alles Endete und das feindliche Heer in die Flucht geschlagen wurde – zumindest glaubte ich es zunächst!

Es ist ein bitterer Moment! Ich habe eben erfahren, dass sich die Elfe Tialar – die Frau des ersten Paladins Andras – mit einem Dolch selbst geopfert und dadurch Namael’s Schicksaal ebenfalls besiegelt hatte. Ich kenne mich zugegebener Maßen nicht mit der Materie aus – möchte ich auch lieber nicht – aber Sie musste es irgendwie geschafft haben sich mit Namael zu verbinden wodurch der Dämon das erlitt was Tialar erlitt und umgekehrt – wodurch ihr Ende auch das Seine war.

Marktgraf Arcturus und ich haben eben Tialar vor den Burgtoren die letzte Ehre erwiesen. Seine Hochwohlgeboren wird gleich noch einen Gottesdienst abhalten und hat mich hierzu eingeladen.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Trost gespendet und die Männer der Feuerlanze geehrt.

Ich für meinen Teil werde noch in der Nacht durch das Portal zurückreisen um mich meinem Gefolge wieder anzuschließen – Es gibt noch viel zu tun und zudem lädt dieser Ort nicht gerade zum Verweilen ein!

Für Toussaint! Für die Herzogin! Für du Lac!